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Nachteile von Windenergie

19. August 2013

Nachteile von WindenergieWindenergie ist die sauberste und unproblematischste Form von erneuerbaren Energien – doch es gibt natürlich auch Nachteile von Windenergie, wenn auch Wenige. In den nachfolgenden Abschnitten werden insgesamt sechs Nachteile von Windenergie genannt, die allerdings alle nicht so fatal sind, sofern man sie beim Bau im Hinterkopf behält.

Für die Ungeduldigen: Am Ende des Artikels gibt es eine stichwortartige Zusammenfassung der Nachteile.

Standort von Windkraftanlagen spielt eine große Rolle

Im Prinzip funktionieren Windkraftanlagen überall dort, wo auch Wind bläst. Doch man muss wirtschaftlich denken, damit sich die Investition in Windkraftanlagen auch auf Dauer rentiert. Effizienz ist hier das Stichwort, das Investoren hören möchten. Folglich sollte Windenergie nur an Orten gebaut werden, an denen der Wind am kräftigsten bläst. In Frage kommen deshalb vor allem Offshore-Windkraftanlagen, die im Meer vor der Küste errichten werden, und Windkraftanlagen in den Bergen, da der Wind an diesen Standorten am heftigsten weht. Hier ist der Nachteil von Windenergie allerdings der, dass der Bau an solchen Orten um ein vielfaches teurer ist, als beispielsweise auf flachem Land. Möchte man die naturgegebene Windenergie also möglichst effizient nutzen, muss man erst einmal relativ viel in den Bau investieren.

Windstärke variiert und ist nicht zuverlässig

Zwar weht der Wind immer zu einem gewissen Grad, allerdings kann er je nach Zeitpunkt ziemlich in seiner Intensität variieren. Manchmal weht er gar nicht, was natürlich auch bedeutet, dass kaum Strom produziert wird, manchmal produziert er aber auch die vielfache Menge an Strom – beispielsweise wenn ein Sturm oder ein Orkan wütet. Die restlichen Energiequellen, wie beispielsweise Solaranlagen oder Kohlekraftwerke, müssen also zuverlässig nebenbei laufen, da es sonst zu einer Stromknappheit kommen könnte.

Windenergie kann nicht gespeichert werden

Grundsätzlich kann Windenergie zwar gespeichert werden, beispielsweise durch Pumpspeicherkraftwerke, allerdings sind diese Speicherwerke nicht allzu weit verbreitet und in ihrer Funktionsweise nicht wirklich effizient. Wenn beispielsweise ein Sturm wütet, der dafür sorgt, dass die Windkraftanlagen in einem gewissen Gebiet die vierfache Menge an Strom erzeugen, dann verpufft dieser, da er nicht sofort verbraucht werden kann. Die Ineffizienz bei der Speicherung von Strom, der durch erneuerbare Energien produziert wurde, ist also ein weiter Nachteil von Windenergie. Dieser Nachteil ist allerdings “meckern auf hohem Niveau”.

Habitatzerstörung (Tiere und Pflanzen)

Der Bau von Windparks findet natürlich nicht in Großstädten statt, sondern muss auf flachen, unbebauten Flächen erfolgen – oder eben Offshore oder in den Bergen. Alle drei Standorte haben allerdings eine Gemeinsamkeit: Sie sind bis dato unbebaut und bieten deshalb ein Habitat für Tiere und Pflanzen. Wenn eines Tages also die Bagger anrücken, die die naturbelassenen Flächen zerstören, dann wird der Lebensraum dieser Lebewesen zerstört. Das ist zwar immer tragisch, aber insbesondere dann fatal, wenn in diesem Areal bedrohte Tier- und Pflanzenarten angesiedelt sind.

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass die Bauplätze vorher durch fachkundige Wissenschaftler sorgfältig inspiziert, analysiert und bewertet werden. Erst wenn ausgeschlossen werden kann, dass Populationen einzelner Tier- und Pflanzenarten in Gefahr geraten, sollte mit dem Bau begonnen werden. Dabei sollte natürlich darauf geachtet werden, dass die Forscher unabhängig sind und nicht vom Bauunternehmen der Windparks bezahlt wurden.

Dasselbe gilt natürlich auch für Offshore-Windparks. Nur weil das Fundament der Windkraftanlagen am Grund des Meeres erbaut wird, heißt das nicht, dass sich dort keine bedrohten Tierarten befinden. Dieser Nachteil von Windenergie kann aber, wie bereits erwähnt, umgangen werden, indem man wissenschaftliches Personal auf die Erkundung von Flora und Fauna ansetzt.

Eisschlag

An den einzelnen Flügeln der Windräder können sich Eisschichten bilden, bei denen die Gefahr besteht, dass sie Abfallen könnten. Würde ein Mensch oder ein Auto von solchen Eiszapfen getroffen werden, könnte es zu fatalen Verletzungen oder Materialschäden kommen. Man sollte also beim Bau von Windrädern darauf achten, dass diese nicht direkt an einer Straße erbaut werden. Offshore Windräder sind davon natürlich ausgenommen.

Ästhetik und Immobilienpreise

Zwar sind Windräder recht angenehm für die anwohnende Bevölkerung, da sie lautlos und geruchlos Strom produzieren, allerdings gibt es viele Menschen, die Windräder absolut unästhetisch finden. Aus diesem Grund sinken Immobilienpreise normalerweise, sofern sich Windkraftanlagen in Sichtweite befinden. Dieser Nachteil von Windenergie wird allerdings dadurch kompensiert, dass die entsprechenden Firmen Landwirten und Gemeinden Pacht zahlen, wenn sie ihre Windparks auf deren Grundstücken erbauen und betreiben dürfen.

Zusammenfassung: Nachteile von Windenergie

Die Nachteile von Windenergie können fast alle neutralisiert werden, sofern man diese beim Bau im Hinterkopf behält.

  • Der richtige Standort sollte beachtet werden
  • Windstärke variiert und ist nicht immer zuverlässig
  • Windenergie kann nicht effektiv gespeichert werden
  • Habitatzerstörung durch den Bau
  • Eisschlag kann Schäden verursachen
  • Ästhetik und Immobilienpreise

Wirklich schlimm ist keiner der Nachteile von Windenergie, da alle neutralisiert werden können, sofern man sie beim Bau im Hinterkopf behält. Vor dem Bau eines Windparks sollten also ausgiebige Nachforschungen angestellt werden, ob sich der Bauplatz wirklich eignet, dass keine Tiere gefährdet werden usw.

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